Drei Hürden. Eine Ordnung.
Ein Pionier für nachhaltiges Bauen baute selbst mit neuen Bau- und Rohstoffen, entwickelte sie unter einer eigenen Materialmarke weiter, forschte und schulte. Er hatte mehr zu sagen, als ein Besucher verstehen konnte, bis die Hürden der Branche zur Gliederung seines Auftritts wurden.
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Die Lage
Der Bausektor steht für fast 40 % der CO₂-Emissionen, und die Politik verlangt schnelle Wege in die Kreislaufwirtschaft. Das Unternehmen arbeitete an vielen davon gleichzeitig: Es baute selbst mit recycelten und nachwachsenden Materialien, brachte neue Baustoffe unter einer eigenen Marke auf den Markt, forschte an Cradle-to-Cradle-Verfahren und schulte Architekten. Die Zielgruppen reichten von Planern über Bauleiter bis zu Einkäufern. Jede brauchte etwas anderes, und alle landeten auf derselben Seite.
Der blinde Fleck
Wer an vielen Fronten zugleich arbeitet, erzählt gern alles. Intern ist jede Initiative ein Herzensprojekt. Für einen Bauleiter mit wenig Zeit ist das eine Wand aus Text. Es fehlte der Schritt zurück, der zuerst fragt, was den Besucher aufhält, und erst dann, was das Unternehmen kann.

Die Branche nannte drei Hürden: fehlendes Vertrauen, fehlendes Material, fehlendes Wissen. Diese drei wurden zur Gliederung des Auftritts, und jedes Angebot fand genau einen Platz. Eigene Bauprojekte und Forschung schaffen Vertrauen, die eigene Materialmarke liefert die Baustoffe, Schulungen bringen das Wissen.

Die Wirkung
Nach außen
Architekten, Planer und Bauunternehmen finden ihren Einstieg über ihr Problem, nicht über das Organigramm. Die Seite spricht zwei Sprachen und erklärt Verfahren so, dass auch Einkäufer sie weitergeben können.
Nach innen
Eine Struktur, die neue Lösungen aufnimmt, ohne umgebaut zu werden. Auf ihr bauten später die Auftritte weiterer Gesellschaften und Marken auf, die ich über Jahre betreut habe.

Die Lehre
Wissen ist erst dann ein Vorteil, wenn andere es finden. Wer viel zu sagen hat, braucht keine längere Seite, sondern eine bessere Reihenfolge.
„Alle sprechen von nachhaltigem Bauen, nur wissen wenige, dass es auch tatsächlich geht.“
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