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IT-Konzern (Übernahme)

IT-Konzern (Übernahme)

IT-Konzern (Übernahme)

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IT-Konzern (Übernahme)

Zukauf

50 Seiten. Eine Regel.

Ein Technologiekonzern hatte einen Cloud-Anbieter übernommen. Jetzt sollte dessen Angebot eine eigene Präsenz in der Konzernwelt bekommen, in einem Markt, in dem plötzlich jeder Anbieter „souverän“ ist.

Unternehmen
Technologiekonzern im Sicherheitsumfeld, Cloud-Tochter
Anlass
Integration eines übernommenen Angebots, rund 50 Seiten
Was auf dem Spiel stand
Ob Behörden und kritische Infrastrukturen den Unterschied zu globalen Anbietern verstehen
Meine Rolle
Struktur, Personas, Seitenlogik und Wireframes, begleitend über drei Monate
50 →
1
Statt 50 Einzelentscheidungen eine Regel, die jede Seite trägt
01

Die Lage

Europa wendet sich von den großen US-Plattformen ab. Behörden, Gesundheitswesen und kritische Infrastrukturen suchen Anbieter, denen sie ihre Daten anvertrauen können. Gleichzeitig nennen inzwischen auch die globalen Anbieter ihre Angebote souverän. Der Begriff, der einmal unterschieden hat, unterscheidet nicht mehr. Der Konzern hatte das passende Angebot. Es lag nur auf rund 50 Seiten, in zwei gewachsenen Sprachen, und jede Seite warf eine neue Grundsatzfrage auf.

Content-Inventar
02

Der blinde Fleck

An Inhalt fehlte es nicht. Pitch, Sitemap, Produktbeschreibungen, Fachwissen, eine Agentur und ein neues CMS waren da. Es fehlte die Instanz, die festlegt, welche Quelle bei welcher Frage recht hat. Also wurde jede Seite neu verhandelt, zwischen Marketing, Fachbereichen und Konzernmarke. Wer selbst Teil dieser Verhandlung ist, kann sie nicht beenden.

Quellen-Matrix
03 · Die Wende
„Welche Quelle entscheidet welche Frage?“

Statt über Seite 23 zu diskutieren, haben wir eine Tabelle beschlossen. Der Pitch entscheidet die Positionierung, das Säulenmodell die Angebotsstruktur, die Jobs der Kunden die Relevanz, die Fachbereiche die Technik. Die Sitemap wurde Arbeitsmaterial, keine Wahrheit. Von da an ging es um den Weg des Kunden, nicht um die Hoheit über Seiten.

Botschaftshierarchie
04

Die Wirkung

Nach außen

Das Angebot ordnet sich drei Säulen zu, Betrieb und Verantwortung ziehen sich als Versprechen durch alle drei. Fünf Rollen, von der Entscheiderin in der Behörde bis zum Einkauf, finden ihren Einstieg, ohne das ganze Portfolio verstehen zu müssen.

Nach innen

Marketing, Fachbereiche und Agentur bekamen eine gemeinsame Seitenlogik an die Hand: Bedarf, Lösung, Funktionsweise, Substanz, Einsatz, Nachweis, Kontakt. Neue Angebote finden darin ihren Platz, ohne dass die Architektur jedes Mal neu verhandelt werden muss.

Nutzerwege
05

Die Lehre

Nach einer Übernahme scheitert die Kommunikation selten an fehlenden Inhalten. Sie scheitert daran, dass niemand entscheidet, wessen Wahrheit gilt. Wer das zuerst klärt, spart sich hundert Abstimmungsrunden.

„Informationen hatten wir mehr als genug. Die Kunst war, sie zu sortieren und so in unsere Sprache zu bringen, dass alles wie aus einem Guss wirkt.“
Marketing, Technologiekonzern

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